CHANNELING-ABEND: Die Rückkehr der Göttin
Wir leben in einer männlich dominierten Welt. Unser gesamtes politisch-wirtschaftliches Gesellschaftssystem wurde von Männern geplant. Die Technik, mit der wir täglich zu tun haben, entsprang Männerhirnen. Die Führungsebenen quer durch alle gesellschaftlichen Institutionen sind überwiegend mit Männern besetzt. So leben wir in einer Welt von Rationalität, Funktionalität, Logik, Leistungsorientierung und Fortschritt. In der Terminologie der chinesischen Philosophie würde man sagen, die Yang-Energie hat ein deutliches Übergewicht.
Auf Dauer kann das jedoch nicht gut gehen. Viele negative Folgen dieses maskulinen Weltbildes treten jetzt klar zu Tage: Umweltzerstörung, Gier, Konkurrenzdenken, soziale Kälte, Krieg. Dem gegenüber steht die weibliche Yin-Energie: Mitgefühl, soziale Wärme, Angenommenwerden, Friede. Das Weibliche rundet das Männliche ab, macht es weicher.
Nur wenn diese beiden Energien in einer gesunden Balance zueinander stehen, kann ein soziales System langfristig florieren. Derzeit leiden wir an einem akuten Mangel an weiblicher Energie in unserer Gesellschaft. Frauen wird von Kindheit an suggeriert, dass sie eine untergeordnete Rolle hätten. Aber eine nur von Männern dominierte Welt hat auf Dauer keinen Bestand. Die scheinbare Rationalität führt sich selbst ad absurdum, wie wir derzeit überdeutlich in Politik, Wirtschaft und anderen Lebensbereichen sehen können.
Das männliche Denken gerät ans Ende seiner Weisheit. An diesem Punkt angelangt, erfährt die Yin-Energie eine Renaissance. Aus der geistigen Welt erhalten wir wiederholt den Hinweis, dass sie in Zukunft wieder zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Anlass für uns genug, um am Channeling-Abend vom 6. November 2009 Mutter Maria einzuladen und mit ihr über die "Rückkehr der Göttin" zu sprechen.
Für alle Teilnehmer gibt es das Channeling wie immer als Download.
HINWEIS
CD-Mitschnitte unserer vergangenen Channeling-Abende finden Sie auf:
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arg und krank
Auch wenn in einem katholischen Gottesdienst keine Tieropfer dargebracht werden, heißt es im Gebetbuch für das Bistum Münster (1962): bei der magischen Wandlung, begleitet von Glockenzeichen, betet der Priester, „Nehmet hin und trinket alle daraus. Das ist der Kelch meines Blutes..“ Bei dem Opfermahl heißt es: „..ruft der göttliche Opferpriester die Mitfeiernden zum Opfermahl seines heiligen Fleisches und Blutes….“ (S.258), danach betet der Priester: „Dein Leib Herr, den ich empfangen, und das Blut, das ich getrunken habe, bleibe stets in meinem Herzen.“ Mensch- oder Tieropfer, Jesus ist das Lamm Gottes, das für uns geopfert worden ist. Die Sprache der Bibel und der katholischen Kirche ist eine Sprache der archaischen Opferrituale, in denen Tod, Blut, der Verzehr von "Opferfleisch und Opferblut" eine ganz wichtige Rolle spielen. Diese Sprache ist weit entfernt von einer Darstellung unserer humanen Welt, in der wir Menschen-, Tier- und Naturrechte in den Verfassungen der Völker postulieren und im Alltag durchsetzen wollen. Erinnert sei auch an die Bluthymnen ("Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld", "0 Haupt voll Blut und Wunden" von Paul Gerhardt (1607-76), der seinen Glauben auf Jesus und sein Blut gründete.
Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
4. Passions-Salve an die leidenden Glieder Christi Auszug :
2. An die Knie (Salve Jesu, rex sanctorum)
Du meines Heilands Seite, 7. An das Angesicht (Salve caput cruentatum)
O Haupt voll Blut und Wunden Das Heilige Blut Christi wurde im Mittelalter Gegenstand intensiver Verehrung. Ortsnamen wie Heiligenblut am Großglockner, der Heiligblutaltar von Walldürn, der Blutritt von Weingarten, die Heiligblutkapelle in Brügge, die Vorhaut Jesu mit drei Blutstropfen in Antwerpen, die Hostie von Bolsena, aus der Blutstropfen quollen, der Baumstamm von Fecamp, der einen Blutstropfen Jesu enthielt, das Blut, das dem Papst Gregor von oben in den Messkelch floss, weisen darauf hin. Wenn zu Fronleichnam eine konsekrierte Hostie in feierlicher Prozession durch die Straßen oder über die Felder getragen wird, dann lebt darin immer noch der alte Opferkult. Auch das Blut der Heiligen (Januarius, Laurentius) wurde verehrt, sogar das Blut des vom hl. Georg erlegten Drachen.
Der Brauch, in Körperteilen eine magische Macht zu sehen und sie aufzubewahren und zu verehren, wie es z.B.
auch der Stamm der Nagas machte, findet eine Parallele im Reliquienkult der katholischen Kirche, in dem vorwiegend Kopf, Schädeldecke, Finger, Daumen, Rippen, Herzen, Haare,
Zähne, sogar Nabelschnur Jesu, Haut des Apostels Bartholomäus und Fett des Laurentius verehrt wurden.
Das Bild der Barmherzigen Mutter vom Kostbaren Blut „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ „Jener göttliche Leib und jenes Blut, die nach der Wandlung am Altar gegenwärtig sind..., bewahren ihre ursprüngliche Herkunft aus Maria. Sie war es, die jenen Leib und jenes Blut vorbereitet hat, bevor sie sie als Geschenk der ganzen Menschheitsfamilie dem Wort angeboten hat, damit er als unser Erlöser, Hohepriester und Opfer sich damit bekleide. An den Wurzeln der Eucharistie steht also das jungfräuliche und mütterliche Leben Mariens. Und wenn der Leib, den wir essen, und das Blut, das wir trinken, das unschätzbare Geschenk des auferstandenen Herrn an uns Pilger ist, so tragen sie, wie frisches Brot, noch den Geschmack und den Wohlgeruch der Jungfrau und Mutter an sich.“ (Papst Johannes Paul II., Ansprache beim Angelus, 5.6.1983) Das Bild der Barmherzigen Mutter vom Kostbaren Blut möge uns – besonders aber den Priestern – vermehrt helfen, mit Maria, durch Maria und in Maria die hl. Messe zu feiern und Christus so in der hl. Kommunion zu empfangen. So können wir unsere apostolische Sendung besser wahrnehmen und unsere Arbeit mit Maria immer vollkommener verrichten. Dieses Leben in Sehnsucht nach Christus und der Heimholung der Seelen, sowie das Leben in beständiger Opferhaltung bringt uns vermehrt in Dauerkontakt mit Maria. Daran wollen uns die Tropfen des Kostbaren Blutes aus den Händen Mariens erinnern. So dürfen wir die Tropfen des Kostbaren Blutes Christi, das unaufhörlich auf unseren Altären fließt mit Maria überall hin erbitten und mit uns tragen: in die Kaufhäuser und Banken, in die Auslagen und Geschäfte, in die Schulen und Werkstätten, in Ernst und Spiel, in Aufbau und Abriß, auf Straßen und Luftwege, in Krankenhäuser und Heime, in Hochhäuser und Baracken, in Betriebe und Forschung, in Medien und Berichte, in Kirche und Welt, in jede Familie und zu jedem Kind, in jede Begegnung und Freundschaft, in jedes Gebet und jedes Herz, zu jedem Sterbenden und jedem Verstorbenen. Wenn wir so die hl. Messe leben, wird das Blut Christi fruchtbar werden auch in denen, „die der Barmherzigkeit am meisten bedürfen“.
Informationen aus einem Internetartikel "Mythos Blut "
Blut in der Religion... Blutopfer stellten eine besondere Form der rituellen Zeremonie dar, bei der tierisches oder menschliches Blut einer Gottheit dargeboten wird. In afrobrasilianischen Religionen oder den Mysterienreligionen wird es zur Kontaktaufnahme mit einer Gottheit oder mit dem Jenseits verwendet. Bei vielen alten Völkern wurde Opferblut auch von den Teilnehmern am Ritual getrunken, um sie in einen ekstatischen Zustand zu versetzen. Im zur römischen Kaiserzeit gepflegten Mithras- und Kybele-Kult wurden die Gläubigen mit dem Blut geopferter Stiere übergossen, deren Lebenskraft sie sich aneignen sollten. Alte Literatur belegt, dass etwa ein Stier auf Holzplanken über der Tauf- oder Opferstätte geschächtet wurde und der Täufling oder Priester daraufhin unter einer "Stierblut-Dusche" stand. Im Aztekenreich Altmexikos war Menschenblut für die Stärkung der Sonne - die bei ihrem nächtlichen Weg durch die Unterwelt kraftlos geworden war - ein unerläßliches Mittel, das allein die kosmische Ordnung aufrechterhalten konnte. Daraus erklären sich die exzessiven Opferungen von Gefangenen, die im aztekischen Imperium den so genannten "Blumentod" sterben mußten. Bei den Mayas im südlichen Mittelamerika wurden die Götter in Form von Blutopfern genährt. Blut - von den Mayas auch "die kostbare Flüssigkeit" genannt - war das Getränk der Götter, daher musste es fliessen, damit die Verbindung zu den Göttern und Ahnen nicht abriß.
In der christlichen Bilderwelt nimmt das Blut Christi als eines der eucharistischen
Sakramente eine zentrale Stellung ein. Fleisch und Blut treten hier in Analogie zu Brot und Wein, wobei symbolisch die Gläubigen untrennbar in Christus vereinigt hervorgehen. Das Trinken von Menschenblut als Liebeszauber war ein weit verbreitetes Zeremoniell, um den gewünschten Partner an sich zu binden. So bereiteten Mädchen im Mittelalter einen Liebestrank, indem sie ein wenig eigenes - meist Menstruationsblut - in das Getränk des zu Bezaubernden mischten. Auch dem Blut bestimmter Tiere wurde ein besonderer Liebes- und Vermehrungszauber zugeschrieben, etwa dem von Taube, Sperling, Hase, Hahn und Hirsch.
Auch in der Alchemie finden sich zahlreiche Niederschriften, bei denen Blut eine ganz
besondere Rolle spielte. Hier war es vornehmlich das Herzblut von Kindern, das für die Zubereitung sowohl von Liebesgetränken, als auch von Likören diente; stete Verjüngung, ja
selbst die Bereitung von künstlichem Gold sollte dadurch ermöglicht werden. Im Mittelalter hieß es außerdem, das Herzblut eines Ungeborenen könne unverwundbar und unsichtbar machen. Im Mittelalter war Schwalbenblut ein beliebtes Heilmittel gegen Augenkrankheiten, vom Rebhuhn im besonderen gegen Star. In manchen Regionen Deutschlands war es bis Anfang des 20.Jahrhunderts gebräuchlich, einen in Schlangenblut getauchten Faden - um den Hals getragen - gegen Tuberkulose anzuwenden. Unzählige Methoden von Krankheitsbehandlungen sind in volkskundlichen Büchern veröffentlicht.
Im "Magisch-sympathetischen Haussschatz" steht unter anderem geschrieben: "Gegen
Mandelentzündung: reiße einer Schwalbe den Kopf ab, fange das Blut auf, mische Weihrauch dazu, reibe es zusammen bis es dick wird, mache bohnengroße Kügelchen daraus und gib dem
Patienten drei Tage nacheinander ein. Gegen Fußleiden: Bestreiche die entzündete Stelle mit Taubenblut oder mit dem Blut aus dem Herzen eines Schweines. Gegen Fieber: Nimm
drei Tropfen Froschblut in Branntwein ein." Mittelalterlichen Sagen zufolge sollte Blut die Kraft haben, Lepra zu heilen, wenn ein Kranker darin badete. Im späten 19. Jahrhundert wurden in den USA Vampir-Hinrichtungen vollzogen und es gab in Preußen Prozesse gegen Leute, die aus Vampirfurcht Leichen ausgegraben und diese geköpft hatten. Die Haltung der Kirche hat den Vampirglauben teilweise erheblich geschürt, und die Lehre der orthodoxen Kirche war sicher ein Grund dafür, dass der Vampirglaube in Ländern mit orthodoxem Glauben weit verbreitet war. Exkommunizierten sowie nicht ehelich Geborenen drohte der Vampirstand. Denn nach der Lehre der orthodoxen Kirche kamen Exkommunizierte nicht in den Himmel, sondern liegen unverwest im Grab, bis der Bann von ihnen genommen wird. Der Glaube, sich mit bestimmten Utensilien gegen Vampire schützen zu können, ist selbst in unserer heutigen Zeit in vielen osteuropäischen Ländern nach wie vor verbreitet. Neben Kruzifixen und Knoblauch war es vor allem das Blutbrot, ein Spezialbrot mit einem Zusatz von Rinder- oder Schweineblut, welches gegen die Angriffe der Blutsauger schützen sollte, wenn man es aß. |
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Beim Kampf gegen potentielle Schwarzseher ist die GEZ nicht zimperlich. Nach drei wenig höflichen Briefen steht recht schnell der Gebührenbeauftragte vor der Tür. Mit welchen Tricks er versucht, Schwarzsehern auf die Schliche zu kommen, erfahren Sie hier.
Zum Hintergrund der GEZ Seit dem 01. Januar 1976 lassen die Landesrundfunkanstalten, wie NDR, MDR oder SWR, die Gebühren für den öffentlich–rechtlichen Rundfunk durch die gemeinsame Gebühreneinzugszentrale (GEZ) einziehen. Die Gesamterträge der GEZ stiegen allein in den vergangenen zehn Jahren von rund 4 Mrd. auf die enorme Summe von 7 Milliarden Euro an. 7 Milliarden, das ist das Mehrfache von dem, was allen Privaten TV und Rundfunkanbietern ZUSAMMEN zur Verfügung steht. Kein Unternehmen der Welt generiert so bequem und ohne Rechtfertigung so viel Geld. Und was sehen wir für das viele Geld? Investigative Hintergrundberichte zur Entstehung der Kreditkrise? Fehlanzeige. Spannende Dokus? Eher selten. Top Kino-Streifen? Höchstens mal einen James Bond aus den 90igern. Dafür gibt es beispielsweise alte Heimatfilme, unsägliche Soaps, Doppelübertragungen weltbewegender Hochzeiten auf ARD und ZDF oder mit Rekordsummen erkaufte Sportereignisse zu sehen. Nicht zu verachten ist auch, dass man in Nord-Afrika das WDR-Regional-Fenster aus Paderborn über Satellit empfangen kann. - Das heimische Kabel ist zugeknallt mit Dutzenden Öffentlich-Rechtlichen. Sehen lassen sich übrigens auch die Arbeitsbedingungen in den Öffentlich-Rechtlichen Anstalten. Neben üppigen Pensionszahlungen erwarten den Medien-Beamten auch Anrechte zum Segeln auf der hauseigenen Jacht - so zum Beispiel beim NDR. Es kann also niemand behaupten, dass die GEZ-Gebühren nicht einem sinnvollen Zweck zufließen. Beruhigend einzig, dass immerhin 10% der GEZ-Gelder ins Programm fließen. Der Rest geht für die Verwaltung drauf. (Laut Einschätzung von Insidern) Und da die Öffentlich-Rechtlichen so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, werden viele Programme nicht mehr selbst produziert, sondern von privaten Firmen hergestellt und für teures Geld eingekauft.
Gerade Jugendliche und weniger einkommensstarke Schichten wollen oftmals nicht einsehen, warum sie neben der Kabelgebühr auch noch über 200 Euro pro Jahr für ARD, ZDF, Arte oder 3Sat zahlen sollen, ob sie die Sender nutzen oder nicht. Fakt ist: Seit 1998 übersteigt die Zahl der Abmeldungen die der freiwilligen Anmeldungen. Auch wenn offizielle Zahlen fehlen, so liegt es doch nahe, dass die Zahl der Schwarzseher gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten steigt. Dieser Entwicklung will die GEZ entgegensteuern. Dazu werden zum einen verstärkte Kontrollen in verschiedenen Städten und Regionen öffentlich propagiert. Zum anderen hat die Institution längst den Werbeweg über die Post entdeckt.
Schützenhilfe bei ihrer Jagd auf Schwarzseher erhält die GEZ auch durch die Einwohnermeldeämter. Name, Anschrift und Geburtsjahr jeder an– und abgemeldeten Person gehen an die Daten–Krake in Köln – und das oftmals trotz Bedenken der Datenschutzbeauftragten der Bundesländer. Lediglich Sachsen, Sachsen–Anhalt und Thüringen halten die Informationen offiziell zurück.
Die Briefaktionen werden von der GEZ als «außerordentlich effizient» eingestuft. Jeder ausgegebene Euro führe zu elf Euro zusätzlicher Gebührenerlöse. Doch die Statistik lässt sich auch anders interpretieren: Von Januar 2004 bis Mai 2005 wurden 2,34 Mio. privater Haushalte über so genannte Erstbriefe kontaktiert, was bei 8,7 Prozent zu einer Anmeldung führte. Aber mehr als 90 Prozent der Angeschriebenen haben entweder keine Empfangsgeräte, eine Gebührenbefreiung oder sind über den Partner angemeldet – oder aber sie ignorieren als potentielle Schwarzseher die Post aus Köln. Nach drei Briefen ist Schluss? Letzteres ist aus Sicht eines notorischen Gebührensparers keine schlechte Strategie. Wer auf die drei Briefe – deren Höflichkeitsgehalt beständig abnimmt – nicht reagiert, hört so schnell nichts mehr von der GEZ. Jedenfalls nicht schriftlich, aber vielleicht persönlich in Form eines Gebührenbeauftragten.
Beliebter Trick: Nicht klingeln sondern klopfen Wenn es an der Tür klopft, so denkt man erst mal an den Nachbarn, der vielleicht um eine kleine Gefälligkeit bittet. Diesen Umstand machen sich auch die GEZ-Fahnder zu Nutze. - Sie klingeln nämlich nicht, sondern klopfen an der Tür, nachdem sie sich Zutritt ins Haus verschafft haben. Klingeln tun GEZ-Spione schon deshalb ungern, weil man dann per Türsprechanlage nachfragen könnte, wer denn dort Einlass begehrt. Dass man einem GEZ-Mann nur sehr ungern die Tür öffnet, versteht sich von selbst - zumal ja dann auch eventuell der Blick ins Wohnzimmer möglich sein könnte, wo vielleicht ein Computer-Monitor steht. Und das macht die Fahnder dann schnell aggressiv, da sie schon einen potentiellen Schwarzseher überführt wähnen. Arbeit auf Provisionsbasis Dieses Verhalten ist wohl auch nötig, da die Gebühren–Schnüffler nicht mehr Rechte haben als Mitglieder privater Drückerkolonnen. Geld gibt es nur auf Provisionsbasis für noch nicht angemeldete Rundfunkgeräte, zusätzlich locken Quartalsprämien. Je nach «Tüchtigkeit» sind so laut Spiegel–Online monatlich zwischen hundert und mehreren tausend Euro möglich. Lukrativ sind dabei vor allem die Nachzahlungen, von denen die GEZ–Ermittler 40 Prozent kassieren. Über ein ungewöhnlich aggressives Beispiel der Gebühreneintreibung berichtete beispielsweise die Programmzeitschrift Gong: Demnach schleichen GEZ–Fahnder in Hamburg durch Altenheime und schreiben von Türschildern die Namen bettlägeriger Bewohner ab. Wenig später bekommen die gebrechlichen Senioren Zahlungsaufforderungen, auch rückwirkend für mehrere Jahre. Das geschieht wohl in der Hoffnung, dass sich geschwächte und betagte Menschen schwer gegen solche Praktiken wehren können. Was also machen, wenn ein GEZ–Ermittler plötzlich vor Ihrer Haustür steht und Sie die Anmeldung für das drei Jahre alte Fernsehgerät wohl vergessen haben? Nicht immer lassen sich da die Ratschläge der taz anwenden: «Briefkasten nicht mehr öffnen, Telefon nicht mehr beantworten, Fernseher auslassen, Radio auslassen, Licht auslassen, möglichst nicht bewegen, flach atmen.»
Über eines sollten Sie sich klar sein: Schwarzsehen ist eine Ordnungswidrigkeit. Die Beweislast hierfür liegt aber bei der GEZ, die auch den Nachweis hierüber erbringen muss. Sollte sie keine wahrheitsgetreuen Antworten erhalten, gestaltet sich das für die Kölner Behörde jedoch recht schwierig. Wegen der grundgesetzlich garantierten Unverletzbarkeit der Wohnung dürfen die GEZ–Ermittler nicht einmal einen Fuß in die Tür der Verdächtigen stellen. Daher müssen sie zu allerlei Tricks greifen, um sich ihre Provision zu verdienen. Die Tricks der GEZ-Fahnder I Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der GEZ–Ermittler bilden die GEZ–Teilnehmerkarten, auf denen die Daten eines ordnungsgemäß angemeldeten Fernsehteilnehmers erfasst sind. Mit den Karten geht der Gebührenbeauftragte in seinem etwa 100.000 Haushalte umfassenden Bezirk von Tür zu Tür und liest Namensschilder. Existiert zu einem Namen keine Karte, hat er einen potentiellen Schwarzseher gefunden. Bluffen und Einschüchtern Wenn sich nun auf sein Klingeln die Tür öffnet, beginnt für den Schnüffler das "Bluffen und Einschüchtern". Entweder gelingt es ihm, Empfangsgeräte in der Wohnung zu sehen (Zwangsanmeldung) oder er muss den vermeintlichen Schwarzseher überzeugen, seine Geräte mit Unterschrift anzumelden. Das Hören eines mutmaßlichen Radios oder Fernsehers allein reicht als Nachweis nicht aus. Gleiches gilt auch für sichtbare Sat–Antennen oder einen vorhandenen Kabelanschluss. Fernseher oder Monitor Scheinbar einfach haben es die Ermittler, wenn sie einen nicht gemeldeten Fernseher durch das Fenster erspähen. Aber mal ehrlich: Wie schnell kann sich in der heutigen Zeit ein vermeintlicher Fernseher als großer PC–Monitor zum DVD–anschauen entpuppen. Glückssache Auto Mit etwas Glück kann der GEZ–Fahnder auch einen Nichtzahler erwischen, der vor seinem Haus in ein Auto mit Radio steigt. Pech nur, wenn zahlungsrenitente Autofahrer ihr Fahrzeug um die Ecke oder auf einem öffentlich nicht zugänglichen Platz abstellen. Einen offiziellen Abgleich zwischen GEZ und dem Kraftfahrzeugbundesamt gibt es unseres Wissens bislang jedenfalls noch nicht. "Störe ich gerade bei der Tagesschau?" Egal ob am Telefon oder an der Haustür, solche und ähnliche Fangfragen sind bei den GEZ'lern sehr beliebt. Gleiches gilt für vermeintliche Marktforschung im Auftrag der TV–Anstalten ("Wie fanden sie gestern Wetten, dass?") oder verlockende Werbeangebote ("Wollen Sie eine Fernsehzeitung geschenkt?"). Falls Sie sich auf solche Fragen eingelassen haben – und natürlich keinen Fernseher haben – weisen Sie doch darauf hin, dass Sie die Sendung bei Freunden gesehen haben. Das Märchen vom Peilwagen Gerne wird auch versucht, Ahnungslosen das Märchen vom "Peilwagen" aufzutischen, mit dem nicht angemeldete Fernsehgeräte aufgespürt werden können. Zwar gibt es diese grauen Messwagen durchaus, doch sie gehören der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation und dienen zum Auffinden elektromagnetischer Störfelder. Die Tricks der GEZ-Fahnder II Ob Heizung, Gas oder Elektrik, ? ... entsprechende (vom Vermieter beauftragte Firmen) melden sich im Vorfeld an und stehen nicht plötzlich vor der Tür. Solche Methoden - wie sie Trickdiebe eher bei älteren Damen anwenden - sind rechtlich nicht zulässig. Wer sich unter derartigen Vorwänden Zutritt zu einer fremden Wohnung verschafft, macht sich wegen Hausfriedensbruchs strafbar. Polizei und Hausdurchsuchung angedroht? Der GEZ–Fahnder glaubt Ihrer Aussage nicht und droht Ihnen mit Polizei und Hausdurchsuchung? Hier können wir Sie beruhigen: Hausdurchsuchungen sind schwere Eingriffe in die Grundrechte und dürfen daher grundsätzlich nur von Richtern angeordnet werden. Das geschieht bei Straftaten bzw. dem Verdacht auf solche, aber nicht bei einer vermeintlichen Ordnungswidrigkeit wie Schwarzsehen. Und ohne Durchsuchungsbeschluss wird auch kein Polizist unerlaubt Ihre Wohnung betreten. Uns ist jedenfalls noch kein Fall bekannt, bei dem die GEZ versucht hat, die Auskunftspflicht gerichtlich durchzusetzen. Dem Ehrlichen die Nachzahlung Sollte Sie der Besuch des Kontrolleurs daran erinnern, ein noch «vergessenes» Gerät anzumelden, beantworten Sie die Frage richtig, wie lange Sie das Gerät schon haben. Der Ehrliche sagt «seit drei Jahren» und muss bis zu 1.000 Euro nachzahlen. Der Schlaue sagt «seit gestern» und kommt umsonst davon. Ganz schön ungerecht... zumal es schwer ist, bei Flohmarktkäufen entsprechende Quittungen einzufordern. Achtung, Laubenpieper! Des Öfteren hört man, dass GEZ–Fahnder ganze Gartenkolonien und Campingplätze durchkämmen und auch für von zu Hause mitgebrachte Radios und TV–Geräte deftige Rechnungen ausstellen. Dahinter scheint die Hoffnung zu stecken, dass die Betroffenen dies aus Angst vor noch höheren Nachforderungen akzeptieren. Tatsächlich wissen viele nicht, dass ein Fernseher im Wohnwagen oder in der Gartenlaube - sofern es sich um das einzige Gerät handelt - gar nicht doppelt angemeldet werden muss. Das Gebühren-Selbstbedienungs-Profit-Center In ihrem Bestreben, Profite zu maximieren, ersinnen die Tüftler bei der GEZ immer neue Ideen, an Gebühren heranzukommen - mit Rückendeckung des Staates. Wussten Sie, dass zum Beispiel Hotels für jedes Zimmer Rundfunk- und Fernsehgebühren abführen müssen - egal ob vermietet oder nicht? Die Krönung jedoch ist, dass bei einem separaten Lautsprecher auf dem Klo noch mal eine extra Rundfunkgebühr fällig wird. Diese kleine Extra-Einnahme-Quelle ist explizit von den Ländern abgesegnet worden. Widerstand zwecklos. Alternative Tipps Sollte Ihnen ein GEZ–Fahnder zu aggressiv und aufdringlich werden, versuchen Sie es doch mal mit alternativen Tipps aus verschiedenen Internetforen. So könnten Sie beispielsweise die Polizei anrufen und melden, dass da ein verdächtiger Typ in Ihrer Straße lungert und die Häuser auskundschaftet. Oder wenn Sie ein Grundstück haben, schicken Sie doch einfach mal den Hund zum Spielen raus.
http://www.mmnews.de
Musterbrief
Alternativ könnten Sie der GEZ, natürlich per Einschreiben, folgenden Musterbrief zustellen: Sehr geehrte Damen und Herren,
1. Sie haben mir gegenüber unverzüglich offen zu legen, welche Daten außer den oben aufgeführten Adressen Sie über meine durch diesen Namen/diese Adressen identifizierte Person gespeichert haben. Gleiches gilt für die Quellen, aus denen sämtliche mich betreffenden Daten stammen. (§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1–3 BDSG) 2. Sie haben den Verwendungszweck sämtlicher mich betreffenden Daten ebenfalls unverzüglich mir gegenüber offen zu legen. (§ 34 Abs. 1, § 43 Abs. 3 BDSG) 3. Sie haben sämtliche meine Person/meine Adressen betreffenden Datenunverzüglich zu sperren und mir diese Sperrung zu bestätigen. (§ 28 Abs. 4, § 30 Abs. 3, § 43 Abs. 3, ferner § 4 Abs. 1 BDSG) 4. Ich untersage Ihnen jegliche zukünftige Speicherung von Daten, die meine Person bzw. meine Adressen betreffen, ohne meine vorherige ausdrückliche schriftliche Genehmigung. (§ 28 Abs. 4, § 4 Abs. 1,2 BDSG) 5. Ich untersage Ihnen die Übermittlung dieser Daten an Dritte. Für bereits an Dritte übermittelte Daten fordere ich eine unverzügliche Sperrung. (§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4 BDSG) 6. Ich setze Ihnen zur Erfüllung dieser Forderung eine Frist von zwei Wochen beginnend mit dem Datum dieses Schreibens. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich mich gezwungen sehe, den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten zu informieren, sollten Sie dieses Schreiben ignorieren. Weitere rechtliche Schritte behalte ich mir vor. Mit freundlichen Grüßen |








Nein, der Krieg der Welten hat noch nicht begonnen, obwohl man den Amis auch das zutrauen kann, denn im Bombardieren sind sie ja ganz gross und die
Aliens kommen nach den Terroristen als nächstes dran, wie Wernher von Braun bereits in den 60ger Jahren voraussagte.
Es handelt sich um eine Mission um festzustellen ob es Wasser auf dem Mond gibt, dort wo Wissenschaftler vermuten das es eingeschlossenes Eis gibt.
Heute wird der LCROSS (Lunar CRater Observing and Sensing Satellite) ein Projektil mit mit einer Geschwindigkeit von 9.000 Kilometern in der Stunde in den Südpol des Mondes reinknallen lassen und
dabei einen grösseren Krater verursachen.
Die Explosion wird gegen 13:30 Uhr MEZ erwartet und möglicherweise von der Erde aus mit kleineren Teleskopen zu sehen sein. Man kann aber auch die TV Übertragung auf NASA TV verfolgen, die ca. um 12:15 Uhr beginnt.
Die Centaur Rakete wird zuerst aufschlagen und 2,2 Tonnen Masse in 10 Milliarden Joule an kinetischer Energie, grellen Blitz und Hitze umwandeln. Der Staub und die Trümmer werden ca. 10 Kilometer
hochgeschleudert.
Gleich dahinter wird das LCROSS Mutterschiff die Explosion fotografieren und durch die Trümmerwolke fliegen und selber dann aufschlagen. Die Spektrometer an Bord werden das Licht nach Wasser und
anderen Molekülen analysieren.
Mysteriöses geschieht in der kleinen britischen Gemeinde Ashby Wake. Eine verschüttete Kapelle aus frühester Christenzeit wird entdeckt. Darin enthalten: eine erstaunlich gut erhaltene Freske, die eine ungewöhnliche Kreuzigungsszene zeigt. Etwa zur gleichen Zeit taucht die junge Cassie Grant (Christina Ricci) in dem Örtchen auf - eine amerikanische Studentin, vermutlich. Im Grunde fällt sie aus heiterem Himmel geradewegs vor das Auto von Marion Kirkman (Kerry Fox). Weil die Mutter Schuldgefühle hat und Cassie nicht weiß wohin, zieht sie bei der Familie ein, kümmert sich um die beiden Kinder und ist so bezaubernd, dass es schon unnatürlich wirkt.
Der Vater der Familie (Stephen Dillane) ist Kunstexperte und forscht im Auftrag des Vatikans an der Bedeutung des rätselhaften Bildnisses. Dabei macht er eine erschreckende Entdeckung: Scheinbar wurden jene Schaulustige, die bei der Kreuzigung des Heilands anwesend waren, bis in alle Ewigkeit dazu verdammt, den Katastrophen der Menschheitsgeschichte beizuwohnen. Schlimmer noch: Cassie will manche der Gaffer schon in Ashby Wake gesehen haben.
Nicht nur die Einführung ist so holprig wie die Straße, auf der Mrs. Kirkman fuhr. Trotz augenscheinlicher Amnesie wird ein Mädchen vom Krankenhaus auf die Straße gesetzt. Als wäre es nicht mehr als ein Händedruck, integriert sie sich in eine Familie mit einem traumatisierten Jungen, und auch die Wege, wie sie ihre Visionen zu erforschen sucht, werden mutwillig dekurviert. Dennoch lebt dieser Film von seiner schönen, spannungsreichen Atmosphäre und einer ausreichend schauerlichen Bildsprache. Und der ernsthafte Unterton, mit dem "The Gathering" die Themen Schaulust, Sensationsgier und Voyeurismus aus verschiedenen Perspektiven streift, merzt einige der Ausrutscher aus.
Alexander Franck
30.10.2003, 17:15
(SZ vom 31.10.2003) - Wissenschaftler wie Richard Wiseman kann es wohl nur in Großbritannien geben. Auf einer Insel, wo im dichten Nebeln und zahlreichen Schlössern laut Berechnungen von Mathematikern fünf Geister pro Quadratmeile ihr Unwesen treiben.
Wo selbst die Bank von England seit 200 Jahren nachts von einem ehemaligen Angestellten heimgesucht wird. „Die Leute glauben hier an Gespenster“, sagt der Psychologe Wiseman von der Universität Hertfordshire, „dem kann doch die Wissenschaft nicht die kalte Schulter zeigen.“ Der preisgekrönte Ex-Magier hat sich nun des lokalen Problems angenommen und sich als Wissenschaftler auf Geisterjagd gemacht.
Schauplatz seiner Arbeit ist unter anderem der ehrwürdige Hampton Court Palace in London. Schon über 20 Gespenster seien im Palast der Queen gesehen worden, heißt es. Vor allem Catherine Howard, die fünfte Frau Heinrichs VIII, kommt angeblich seit 450 Jahren nicht zur Ruhe. 15 Monaten nach der Hochzeit meinte der König, sie als Ehebrecherin entlarvt zu haben: Die 22-Jährige wurde am 13. Februar 1542 enthauptet. Seitdem hat man Catherine Howard immer wieder durch die Galerie des Schlosses stürmen sehen – markerschütternd um Vergebung flehend.
Für Wiseman ein ideales Forschungsobjekt: Er bat 462 Besucher, ihre Erlebnisse in den Schlossgemächern festzuhalten. Das verblüffende Ergebnis: „Fast jede zweite Testperson berichtete von ungewöhnlichen Erfahrungen“, erzählt Co-Autorin Caroline Watt von der Universität Edinburgh, „unabhängig davon, wie viel sie zuvor über die Spukereignisse wusste.“
Manche meinten, die Anwesenheit einer unsichtbaren Person gespürt zu haben. Anderen war unvermittelt ein kaltes Schaudern über den Rücken gezogen; „einige gaben sogar an, berührt worden zu sein“, erzählt Watt. Jeder siebte Besucher war überzeugt: Hier waren Gespenster am Werk.
Meist hatten sich die unheimlichen Erlebnisse genau in jenen Gewölbeecken abgespielt, die als „Geister-typisch“ gelten. Um sich Gewissheit zu verschaffen, rückte Wiseman dem Gemäuer mit Temperaturscanner, Magnetfeldmessern und Lichtsensoren zu Leibe. Das Ergebnis: Genau an diesen Orten detektierte er gehäuft abrupte Temperaturabfälle, plötzliche Lichtveränderungen oder durch zugemauerte Türen pfeifende Winde.
Aber nicht alle Erscheinungen ließen sich mit solchen, eher offensichtlichen Effekten erklären. Auch die leichten Veränderungen im Erd-Magnetfeld waren nicht ausreichend, erlebt doch jeder Fernsehzuschauer deutlich massivere Veränderungen. Dagegen könnte Infraschall, so Wisemans Verdacht, für manchen Spuk in Burgen und Schlössern verantwortlich sein. Solche extrem tiefen Töne bilden sich zum Beispiel, wenn der Wind durch Kamine, Spalten und Schießscharten in alten Burgen pfeift. Zwar sind die Laute zu tief für das menschliche Gehör, sie können in ausreichender Lautstärke jedoch große Resonanzräume des Körpers wie die Bauchhöhle in Schwingungen versetzen.
Um seine Hypothese zu überprüfen, lud der Wissenschaftler 750 Gäste zum Konzert nach London. Zwei der gespielten Stücke unterlegte er heimlich mit unhörbaren Tönen.
Tatsächlich zeigte sich: Wenn Infraschall erklang, empfanden die Zuhörer um 22 Prozent verstärkt Gefühle wie Angst, Sorge und Kälteschaudern. Dass daraus eine Begegnung mit einem Gespenst werden kann, findet Wiseman nur menschlich: „Wir erleben zwar auch in unserem Alltag Dinge, die uns unerklärlich scheinen, und sei es, dass ein Stuhl grundlos umfällt. Befinden wir uns dabei aber in einem Verlies, meinen wir halt, dahinter steckt ein Geist.“
Ähnliche Geschichten weiß auch Walter von Lucadou zu berichten. Er betreibt eine vom Land Baden-Württemberg unterstützte parapsychologische Beratungsstelle in Freiburg. Im Schnitt alle 10 Tage hat es der promovierte Psychologe und Physiker dort mit einem Spukerlebnis zu tun.
Gerne erzählt er den Fall von einem Ratsuchenden, der meinte, Stimmen aus seinem Wasserkessel zu hören. Von Lucadou fand heraus: Die Metallplatten von Herd und Kessel wirkten als Mittelwellenempfänger. Hatte der Nachbar sein Radio angestellt, musste auch der Gepeinigte dessen Hörfunkprogramm lauschen.
Aber es ist nicht immer die Physik, die hinter den Problemen von Hilfesuchenden steckt. So erzählt er auch von einer Frau, die von dem Gedanken besessen war, an der Seite eines Zombies zu leben. Der Grund: Sie hatte sich einst an eine selbsternannte Hexe gewandt, um den durchgebrannten Ehemann zurückzaubern zu lassen.
Solche Belastungssituationen sind oft Auslöser von Erlebnissen, die dann übersinnlich interpretiert werden, sagt auch Eberhard Bauer vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, ebenfalls in Freiburg. „Wir neigen dazu, Probleme in Bilder zu kleiden“, erklärt er. „Bei den einen spielen sich die Filme dazu im Kopf ab, bei den anderen außerhalb in Form von Geistern und Erscheinungen.“
Klassisch ist für Bauer der Fall eines Mannes, der glaubte, ein Klopfen in seinem Schrank zu hören. „Er hatte schon alles auseinander genommen, aber nichts gefunden“, erzählt der Psychologe. Schließlich stellte sich heraus, dass der Poltergeist aufgetaucht war, als den Mann die Frau verlassen hatte.„Irgendwann fiel unserem Klienten ein, dass er diesen Schrank früher einmal mit der Axt bearbeitet hatte, um seine Eifersucht abzureagieren.
Jetzt war er wieder in der gleichen Situation: hilflos und allein mit seinem Medium Schrank.“ Tatsächlich hätte auch das Klopfen aufgehört, erzählt Bauer, als dem Mann der Zusammenhang klar wurde.
Auch Wiseman, der eigentlich physikalische Randbedingungen der Erscheinungen sucht, greift zu ähnlichen Erklärungen – jedenfalls wenn er selbst einen Geist sieht: „Eines Nachts bin ich aufgewacht und habe plötzlich ein Gespenst am Fuß meines Betts stehen sehen“, erzählt er. „,Mein Gehirn versucht mich wieder auszutricksen‘, habe ich gedacht. Das ist nur eine Figur aus meinem Traum von vorhin, die ist gleich wieder weg.“
Ich erinnere mich an eine Familie, deren Mitglieder immer zur gleichen Zeit die Eingangstüre öffnen und schließen hörten. Dann hörten sie ein deutliches Geräusch von schweren Schritten (wie von einem Mann) über den Korridor, die schließlich in irgendeinem Zimmer verschwanden. Eines Tages hörte man wieder das gewohnte Geräusch, und da ein Freund anwesend war, fragte dieser, wer gekommen sei. Um ihn nicht zu erschrecken, sagte man, es sei ein Gast auf der Durchreise. Ich weiß, dass sich auch Insekten, Katzen und Schlangen materialisiert haben. Eine Person, die ich exorzierte, hat sogar eine lebende Kröte im Kissen gefunden!
In den meisten Fällen verursacht die Anwesenheit des Bösen in einer Wohnung physische Störungen wie Schlaflosigkeit, Kopf- oder Magenschmerzen, allgemeines Unwohlsein, das bei einem Ortswechsel verschwindet. In diesen Fällen ist eine Kontrolle einfach, aber es ist nicht immer einfach, die Ursache zu erkennen. Nehmen wir den Fall einer Person, die jedes Mal, wenn sie zu Gast bei einem nahen Verwandten oder einem Freund ist, diese Störungen wie Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen usw. bemerkt, die auch mehrere Tage andauern können, während sie woanders nicht darunter leidet. In diesem Fall ist die Kontrolle einfach, die Ursache kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Es kann sich um eine Suggestion handeln (wenn zum Beispiel eine Schwiegertochter in das Haus der Schwiegermutter kommt, die gegen die Ehe ihres Sohnes ist oder sich sehr an den Sohn klammert), es kann aber auch eine bösartige Ursache haben.
Interessant ist auch das Verhalten der Haustiere gegenüber diesen Phänomenen. Wenn man selbst das Gefühl hat, dass sich jemand im Zimmer befindet, dann starrt die Katze oder der Hund oft in eine bestimme Richtung, und es passiert, dass sie plötzlich aufgeschreckt davonlaufen, so als hätte das geheimnisvolle Wesen sich ihnen genähert. Ich könnte viele interessante Erfahrungen erzählen, wenn jemand eine entsprechende Studie darüber machen wollte. Hier genügt es mir zu sagen, dass meiner Ansicht nach die Tiere nichts Konkretes sehen, sondern nur eine größere Sensibilität als die Menschen für eine eventuelle Anwesenheit haben. Aber natürlich kann ihr Verhalten ein Hinweis für die Entscheidung sein, ob ein Exorzismus für das Haus gemacht werden soll oder nicht.
Wesentlich ist aber, die Personen, die vor solchen Erscheinungen Angst haben, intensiv zu befragen und sie zu exorzieren, wenn es Gründe dafür gibt. In den meisten Fällen, von denen ich gesprochen habe, haben die Phänomene nichts mit einer bösartigen Anwesenheit in den Häusern zu tun, sondern mit der Besessenheit der Personen. In vielen Fällen hatte ich tatsächlich mit dem Exorzieren des Hauses keinen Erfolg, wenn ich aber dann die Person oder die Personen exorzierte, so verringerten sich die Erscheinungen im Haus, bis sie ganz verschwunden waren.
Wie geht man beim Exorzieren der Häuser vor? (WARNUNG IN DIESEM PUNKT: Überlassen Sie diese Formen des Exorzismus nur berechtigten Personen. Das sind nach dem Rituale Romanum nur Bischöfe, oder Priester die von einem Bischof für diese Aufgabe offiziell dafür ernannt und beauftragt wurden. Wenn Sie einen kleinen Exorzismus durchführen, den jeder getaufte Christ beten darf, dann gehen Sie vorher UNBEDINGT ZUR BEICHTE, und zwar so das Sie GUT BEICHTEN, dass heißt alle Ihnen bekannten Sünden aufdecken!!! Ich warne AUSDRÜCKLICH davor, sich mit dem Dämon anzulegen, ohne in der Gewissheit zu sein, tatsächlich im Stande der Gnade dieses zu tun! Der Dämon oder die Dämonen kennen jede einzelne Verfehlung die Sie gegen GOTT begangen haben. Sie haben damit dem Dämon Gefolgschaft geleistet und er hat dadurch Anteil an Ihnen durch Ihre Sünden. Sie können diesen Zustand NUR DURCH EINE AUSGIEBIGE UND GUTE BEICHTE korrigieren!!! Wenn Sie keinen katholischen Priester finden können der Ihnen bezüglich des Exorzismus weiterhelfen kann, und ich möchte hier nicht verheimlichen das es davon weniger als wenig gibt, dann suchen Sie einen orthodoxen Priester [Russe, Rumäne, Grieche, Serbe…] auf, denn diese haben von den Dingen, über die Pater Amorth berichtet, sehr gute, alte und fundierte Kenntnisse. Gehen Sie wenn Sie solche Probleme haben ZUERST ZUR BEICHTE!!!)
- Über Orte an denen Verbrechen verübt wurden wie Mord, aber auch Selbstmord oder Prostitution, Wohnungen von Verbrechern, Dealern, Mördern …usw. und Treffpunkte von Homosexuellen … berichtet Pater Amorth auf dieser Website unter: - Aus den Wasserhähnen floss Menschenblut > (unten)!!!
Pater Candido und ich benützen folgende Methode: Das Rituale enthält ungefähr zehn Gebete, um Gott zu bitten, die Orte vor der Anwesenheit des Bösen zu bewahren. Sie beziehen sich auf die Segnung von Häusern, Schulen und anderen Gebäuden. Von diesen beten wir einige. Dann lesen wir den ersten Teil des Exorzismus für Personen (der Beauftragte Priester wendet sich im Exorzismus durch die verliehene Vollmacht der Kirche, die aus Christus entstammt, DIREKT AN DEN DÄMON, was in der materiellen Welt einem - HÄNDE HOCH POLIZEI, DAS HAUS IST UMSTELLT! - gleichkommt und Droht!!! Bei nicht Erfüllung der Forderung, das Geschöpf Gottes und die Ihm gehörenden Sachen zu verlassen, erhöht sich die Höllenqual bei dem gefallenen Engel / Dämon in der von Gott festgesetzten Höhe.), wobei wir den Text so anpassen, dass er sich auf das Haus bezieht. Danach segnen wir jeden Raum, wie man es bei einer Haussegnung macht. Den gleichen Rundgang machen wir dann mit Weihrauch, der zuvor gesegnet wurde. Zum Schluss beten wir noch einige Gebete. Ich empfinde es als sehr wirksam, im Anschluss an den Exorzismus eine heilige Messe zu lesen.
Wenn es sich um leichte Störungen handelt, so genügt ein einziger Exorzismus. Wenn allerdings die Störungen von einer VERWÜNSCHUNG (sehr starke Auswirkung die meist von einem Magier herbeigerufen wurde) herrühren, und der Böse immer wieder kommt, dann muss der Exorzismus wiederholt werden, und zwar so lange, bis das Haus «DICHT» ist. In schweren Fällen gibt es viele Schwierigkeiten. Zum Beispiel sollte ich Wohnungen exorzieren, in denen lange Zeit spiritistische Sitzungen abgehalten oder welche von Hexen bewohnt worden waren, die Schwarze Magie betrieben hatten (auch Weiße Magie ist Magie, das heißt die Inanspruchnahme eines Dienstes von Dämonen, und deshalb von der Kirche AUSDRÜCKLICH VERBOTEN. Das Weiß ist nur die Täuschung für das Opfer welches darauf reinfällt). Noch schlimmer war es, wenn dort SATANISCHE KULTE zelebriert worden waren. In einigen Fällen waren die Störungen so stark und die Schwierigkeiten einer totalen Befreiung so groß, dass ich den Rat geben musste, die Wohnung zu wechseln.
In verschiedenen leichteren Fällen genügten Gebete, um die Ruhe wieder herzustellen. So litt eine Familie sehr unter unerklärlichen nächtlichen Geräuschen. Sie ließen zehn hl. Messen lesen, worauf sich die Geräusche wesentlich reduzierten. Nach weiteren zehn Messen waren die Geräusche gänzlich verschwunden. Vielleicht waren es Seelen aus dem Fegefeuer, die sich mit göttlicher Erlaubnis bemerkbar machen durften, um Fürbitten zu erlangen. (Lesen Sie diesbezüglich Beiträge auf dieser Site: - Die Frau zu der die Toten kamen > und - Ein Selbstmörder und der Ermordete durften sich melden …> unten!!!) Das ist schwierig zu sagen. Ich möchte mich darauf beschränken, TATSACHEN zu berichten, wie ich sie öfters erlebt habe.
Pater Pellegrino Ernetti, der bekannteste Exorzist Venetiens, der sich auch als Musiker und Bibelkenner einen Namen gemacht hat, hatte Erfahrungen mit sehr schweren Fällen. Bei einer Familie gab es die kuriosesten Vorgänge: Die Fenster und Türen öffneten und schlossen sich, obwohl sie gut verschlossen waren, die Stühle SCHWEBTEN und die Schränke TANZTEN. Er fand ein Heilmittel in der gleichzeitigen Anwendung aller drei Sakramentalien, auf die wir Exorzisten immer zurückgreifen. Er ließ in einem Gefäß exorziertes Wasser, ebensolches Öl und Salz zusammenmischen und gab die Anweisung, jeden Abend einen Teelöffel voll auf die Fensterbänke und Türschwellen zu schütten und jedes Mal ein Vaterunser zu beten. Die Wirkung war nachhaltig. Nach einiger Zeit hat die Familie mit dieser Übung aufgehört, worauf nach einer Woche die Belästigungen wieder angefangen haben, den häuslichen Frieden zu stören, um sofort wieder aufzuhören, sobald das empfohlene Mittel neuerlich angewandt wurde.
Eine andere Frage, die mir gestellt wird, bezieht sich auf die Haustiere: Ist es möglich, dass sie von Dämonen besessen werden? Und was ist dann zu tun? Das Evangelium berichtet von jener Legion von Dämonen, die von Jesus die Erlaubnis erbaten, in zwei Schweinerotten (Herden) hineinzufahren. JESUS erlaubte es, und alle diese Tiere stürzten sich in den See Genezareth, wo sie ertranken. Ich kenne den Fall eines schlechten Exorzisten, der einem Dämon befahl, in das Schwein einer Bauernfamilie hineinzufahren. Das Tier wurde SOFORT wütend, fiel die Bäuerin an und verletzte sie tödlich. Natürlich wurde es sofort umgebracht. Solche Fälle sind selten, die dann zum Tod des Tieres führen. Mir wurde von einem Magier berichtet, der seine Katze dazu benutzte, verhexte Gegenstände an bestimmte Orte zu bringen. In diesem Fall würde ich sagen, dass der Besitzer der Katze der Besessene war, nicht das Tier. Dazu muss man bedenken, das die Katze als ein Tier angesehen wird, das Geister «anzieht», und oft erscheinen böse Geister in Katzengestallt. Für manche Magier und für eine gewisse Art von Magie ist es Bedingung, sich einer Katze zu bedienen. Aber dieses sympathische Tier hat keinerlei Schuld.
Man kann also sagen, dass eine Besessenheit von Tieren möglich ist und dass eine Segnung erlaubt ist, um sie zu befreien. Ich möchte aber auch dazusagen, dass der Exorzist die Phänomene einer Besessenheit (von Orten, Gegenständen oder Tieren, aber auch in allen anderen Fällen), die auf paranormale Ursachen zurückzuführen sind, kennen muss. Das ist notwendig, um Irrtümer zu vermeiden, auch wenn ich in diesem Buch nicht die Möglichkeit habe, näher darauf einzugehen.
Bücher von Pater Gabriele Amorth erschienen im Christiana - Verlag
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