Das Saturn Prinzip
gucken wir erst mal was man so findet
In der Astrologie bedeutet der Planet Saturn bei positiver Verwirklichung die Eigenschaft des beharrlichen Strebens eines Menschen nach strukturierter Gesetzmässigkeit. Daraus erwächst Beharrlichkeit. Sicherheit durch Beständigkeit und Disziplin.
Mit Saturn können wir in unserem Leben realisieren, was sich bereits in uns selbst als erstrebenswertes Ziel heraus kristallisiert hat - und das können und sollten auch Lebensträume sein! Aber Saturn konfrontiert uns mit Wirklichkeiten, an die wir wie auf eine Mauer stoßen, und so werden wir geprüft, ob unsere Träume verwirklichbar sind oder in welchem Ausmaß sie das sind. Es muss keine Mauer sein, auf die wir stoßen, und so handelt es sich mit Saturn meist auch um eine Bestärkung, dann erhält unser Vorhaben Kontur und Substanz oder wir sehen uns darin bestätigt, diese Kontur und Substanz erhalten zu haben. Dann haben wir Saturn etwas entgegengesetzt, der uns ansonsten fühlen lassen würde, dass wir in irgendeiner Weise beschränkt wären. Aber gleichwohl erhalten wir mit jeder Beschränkung auch einen Teil unserer Identität. Was wir nicht sein können, formt schliesslich das, was wir sind und festigt dies.
Saturn steht im Radix für Festigung und Stabilität, aber auch für das geistig-seelische Rückgrat.
Saturn und seine astrologische Wirkung auf die Psychologie des Menschen
Saturn steht für die Tragfähigkeit und Belastbarkeit, und für die Fähigkeit, etwas zu stabilisieren oder etwas unverrückbar zu machen. Mit ihm kommen wir zur konzentrierten oder ausdauernden Leistung und erkennen Notwendigkeiten. Wir betrachten eine Konsequenz und das dafür nötige Streben als Tugenden, die für den Erfolg verantwortlich sein können.
Es geht bei Saturn ausserdem um die Bereitschaft, eine Verantwortung zu übernehmen, um die wesentlichen Dinge in ihren Konturen und Manifestierungen zu stabilisieren - doch sollte man stets bedenken, ob man moralischen Pflichten nach geht, welche den eigenen Werten nicht entsprechen, oder ob man wirklich zur eigenständigen Verantwortung kommt.
Saturn verleitet allgemein zur Anpassung an Umstände oder soziale Bedingungen. Es können dadurch unbewusste Gewohnheitsmuster entstehen, die solange einen Druck auf uns ausüben, bis wir zu eigenen und selbstverantwortlichen Haltungen gegenüber unseren Lebensumständen kommen. Der Druck entsteht, weil wir selbst etwas Bestimmten nicht standhalten können.
Um den Druck auszuweichen, versuchen wir bestimmte Maßstäbe einzuhalten, die aber nicht im Einklang mit unserem Lebenszentrum (Sonne) stehen könnten.
Weitere Erfahrungen können dann immer wieder diese Drucksituation verursachen, und immer wieder werden wir feststellen, dass die Maßstäbe nicht richtig sind und der Realität nicht standhalten. Unbewusst und zum grossen Teil aus Angst (vor dem Druck) neigen wir dann aber dazu, uns vom Leben bewegen zu lassen, uns etwas eingeben zu lassen, und von aussen bestimmte Haltungen aufzubauen, anstatt diese Entscheidungen selbst zu bestimmen, die zudem nicht nur auf die Anpassung an die Umstände zielen sollten, sondern die berücksichtigen, was uns unser eigener Maßstab (Gewissen) vorgibt.
Der Planet Saturn in der Astrologie und im Radix
Eigentlich steht Saturn in der Astrologie - als Planetenprinzip - nicht direkt für die vielen Eigenschaften, die man ihm gewöhnlich zuschreibt: Disziplin, Bescheidenheit, Routiniertheit, Standfestigkeit, Robustheit, Ausdauer und Belastbarkeit usw.
Denn Saturn erzeugt durch seine astrologische Wirkung auf uns einen Druck, diese Eigenschaften erst in uns heranzubilden. Diese typischen Eigenschaften sind in der Verwirklichung Antworten von uns, und zwar auf die Wirkung von Saturn als Prinzip.
Saturns reine Eigenschaften lassen sich mit folgenden Worten umschreiben: Kontraktion, Konzentration, Zusammenziehung, formstabilisierend, Starrheit, Dichte, Stein, Festigend, Bleiern, Unbeweglichkeit, Masse, Trägheit.
Wenn man einem noch biegsamen Ast "Saturn" hinzufügt, wird dieser Ast starr. Saturn bewirkt eine Art Festigung und Konzentration. Eine Sache wird durchdrungen mit den Eigenschaften der fixierenden Stabilität und der Dichte - Bewegungsunfähigkeit entsteht.
Diese Wirkung des Saturns, führt neben der Festigkeit auch zu einer Eigenschaft, wie sie Blei besitzt; - Blei, das sich in einer Sache ausdehnt oder die Sache von innen erfüllt und eine "handfeste Tatsache" schafft. Zu dieser Eigenschaft des"Blei" zählt die Dichte und Festigkeit.
Struktur ist nur eine solche, wenn sie auch fest gefügt ist und in dieser Art und Weise bestehen bleiben kann.
Der Ast würde unter weiterer Hinzufügung von "Saturn" schließlich nicht nur eisenhart werden, sondern ab einem gewissen Punkt würde der Ast - bedingt durch die konzentrierte nach Innenwendung auf einen Punkt hin - tatsächlich zusammenschrumpfen zu einem winzigen, aber mit Festigkeit geballten Punkt. Sicherlich eine Einheit, aber vollkommen unbeweglich und ohne Möglichkeit.
Dies könnte innerhalb der Ebene von irdischer Materie bzw. innerhalb der hier wirkenden Gesetze niemals endgültig erreicht werden, weil jeder materielle Bestandteil einen gewissen Raum einnimmt. Irgendwann ist ein Punkt der Belastbarkeit erreicht, und die Dinge werden ab dann nur noch spröde bis sie ihre substantielle Struktur und ihren integralen Aufbau verlieren und sprichwörtlich zerbröseln und zu Staub verfallen.
Saturn steht dennoch für Struktur und Integrität, aber das zu verallgemeinern und direkt Saturn zuzuschreiben ist ein Irrtum. Denn Saturn sorgt nur dafür, dass unter den massgeblichen Bedingungen der jeweiligen Strukturen - die für jedes Ding oder jede Sache anders aussehen können -, diese Strukturen aufrecht erhalten bleiben können. Alle Kräfte sind vorhanden, und Saturn ist nur eine Kraft von vielen. Aufgrund dieser Vorhandenheit aller Kräfte kann aber Saturn schliesslich jene Eigenschaft von Integrität zeigen.
Ein Zerquetschen entstünde durch Druck von aussen, aber Sprödigkeit ist eine Eigenschaft, die durch Verfestigung und Konzentration der Dichte entsteht, nicht durch Druck an sich. Nach Überschreiten der Sprödigkeit werden Dinge brüchig.
Sprödigkeit liegt nicht im Prinzip des Saturns begründet, sondern ist die Wirkung, die von Saturn in den Eigenschaften der Materie ausgelöst wird - die Sprödigkeit ist eine Eigenschaft oder Folge der Eigenschaften der Dinge oder Materie, und Sprödigkeit findet dort ihre Ursache aufgrund materieller Beschaffenheit und Anordnung, wird jedoch von Saturn bewirkt durch die Zugabe von "Dichte".
Druck von aussen wird von Saturn nur insoweit beeinflusst, als er für die konzentrierte oder festigende Eigenschaft dieses Drucks sorgt, auch für die konzentrierte Wirkung auf einen Punkt hin. Saturn kann allerdings ein Resultat zwingender Notwendigkeiten verkörpern, und spiegelt daher auch äußeren Einfluss wieder, insofern jemand oder etwas eine solche Notwendigkeit erkannte (die Saturnstellung kann in der Stundenastrologie Auskünfte darüber liefern, zB welche Sachzwänge der Frage oder dem Thema zugrundeliegen).
Nimmt man einem Ast alles an "Saturn" weg, dann wird der Ast wie jedes andere Ding im Grunde zur Flüssigkeit ohne Festigkeit.
Auch die Form ist keine Eigenschaft des Saturnprinzips. Saturn kann nur eine Form festigen durch Dichte, und begrenzen durch Abschluß, wobei dieser Abschluß eine Schale oder Begrenzung nach außen bedeutet, ein äußerer Abschluß.
Mit der Festigkeit eines Abschlußes wird das Wirken von Saturn veranschaulicht. Und er sorgt dafür, dass Dinge gefestigt oder stabil sein können, ihre Form nicht verlieren.
Unsere Persönlichkeit besitzt eine Abgrenzung und Festigkeit, die eine Entsprechung zu Saturn ist. Wenn ein Mensch nicht mehr so leicht zugänglich ist, und nicht offen, bezeichnet man ihn als spröde. Diese Sprödigkeit korrespondiert mit der harten Schale, die ein solcher Mensch mit seiner Persönlichkeit gegenüber der Aussenwelt gebildet hat.
Saturn wirkt auf den Ebenen des Lebens nun etwas anders, als wie er als Prinzip zu beschreiben ist. In der Psychologie und auf der mundanen Ebene steht Saturn für die bereits genannten Eigenschaften, zB: Beharrung, Verantwortung, Belastbarkeit, Ausdauer. Oder Saturn steht für bestimmte Dinge und Angelegenheiten, wie Autoritäten, Behörden, Staat, Prüfungen. Saturn kann in der Psychologie des Menschen auch für Routinen, Selbstverständlichkeiten und Gewohnheiten stehen. Auch der Schlaf als Zustand ist eine typische Eigenschaft von Saturn.
Äußere Einflüße verkörpern ein gewisses gewordenes Etwas, nämlich eine Festigkeit an Wirkung, die mit der Zeit entstand; - das entspricht auch Saturns Eigenschaft, etwas fassbar zu machen. So gesehen zeigt Saturn etwas Handfestes auf, etwas, das zustande kam und nun als Tatsache nicht mehr zu leugnen ist.
Aber es tritt auch eine gegenteilige Wirkung auf, und zwar kann Saturn durch seine bewegungslos machende Eigenschaft verhindern, dass sich etwas, das noch keine genügende Kristallisation oder Dichte aufweist, sich strukturiert oder ausbildet zu einer greifbaren Form. Nur durch zusätzlichen Aufwand oder Gestaltungswillen, kann dann die nötige Schwelle überschritten werden.
Und schließlich kann ein Punkt erreicht werden, ab dem etwas nicht mehr oder nur schwer aus seiner Struktur zu bringen ist.
Esoterisch gesehen steht Saturn für die Konfrontation mit unseren Schwächen und altem Karma. Bei den persönlichen Schwächen ist der äußere Druck und die äußere Belastung grösser, als wie das Maß an Belastbarkeit, das wir dem Druck entgegen stellen können. Ausserdem werden wir aufgefordert, an unseren Schwächen zu arbeiten - der astrologische Faktor Saturn erzeugt einen solchen Druck, den wir eigentlich gar nicht haben wollen, aber ironischerweise fügen wir uns dem, weil wir eine gewisse Lebenshaltung nicht loslassen können. Daher kann Saturn uns zeigen, was nicht stimmt. Ängste oder Beklemmungen sind oft ein Zeichen dafür, wo etwas nicht stimmt. Indem wir diese Ängste als ein solches Zeichen interpretieren, wo etwas nicht stimmt oder wir etwas falsch machen, ergibt sich in einem weiteren Schritt beinahe zwangsläufig, dass wir uns positiv verändern.
Wir selbst können dank der jeweiligen Stellung des Saturn in unserem Radix zu einem Fels in der Brandung werden - wenn wir uns auf Saturn einlassen und ihn gewissermaßen in uns verkörpern, als Instanz gesunder Grenzen. Was wir selbst nicht vollbracht haben, wird uns gewöhnlich von außen zur Erfahrung gebracht. Bei Saturn merkt man oft eine daraus entstehende Belastung, oder Einengung. Wir müssen in der Lage sein, die nötigen Strukturen unserer psychischen und geistigen Gesundheit auszubilden, dann werden äußere Erfahrungen, die mit Saturns Wirken zusammenhängen, nicht mehr als so belastend erfahren werden können.
Saturn in uns selbst stellt einen Ruhepunkt dar, eine Art Mitte, und einen Kern, der sich nicht anfechten lässt. Es ist wichtig zu unterscheiden, was in uns starr und überholte Gewohnheitsmuster sind, und was wirklich fundierte, ausreichende und keineswegs beengende Strukturen sind. Saturn braucht man nicht überbetonen, es genügt das richtige Maß zu finden - und das lässt sich auf alles übertragen. Denn im ganzen Leben geht es oft um das richtige Maß.
Wenn man in jeder Sache oder Angelegenheit das richtige Maß zwischen äußerer Notwendigkeit und eigenem unangetastetem Freiraum findet, dann findet man vermutlich die richtige Art, wie man mit Saturn umgehen kann.
Astrologie ist die Lehre von den Urprinzipien, aus denen die Wirklichkeit auf dieser Erde zusammengesetzt ist. Diese Urprinzipien (Sonne, Mond, Merkur, Mars, Venus, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto) durchziehen senkrecht alle Ebenen der Erscheinungsformen. Die Himmelskörper mit dem gleichen Namen sind lediglich Repräsentanten dieses Prinzips. Somit ist die Astrologie lediglich ein Messinstrument der Wirklichkeit, das etwas anzeigt, ohne es zu erzeugen (ähnlich eines Thermometers). Die Astrologie denkt grundsätzlich senkrecht, also „wie oben, so unten“
(Thorwald Dethlefsen). Schicksal als Chance
Zeigt eine Krankheit symbolisch das Prinzip des Saturn an, z. B. starke Schmerzen in den Knochen, Gelenken, Knochenbruch, Depression, dann sollte sich der Betroffene mit den weiteren Saturn-Symbolen (Starre, Enge, Dunkelheit, schwarz, Einsamkeit, Trauer, Tod) auseinandersetzen. Ablenkende Fröhlichkeit hilft jetzt nicht. Auch die medizinischen Therapien sollten diesem Saturn-Prinzip entsprechen (Rückzug, Stille, Gips, Abgrenzung, Einsamkeit, Chiropraktik, Baunscheidteren, saturnische Bachblüten, Biochemie, saturnische Ernährung, saturnische Heilsteine, saturnische Homöopathie, Magnetfeldtherapie, Schröpfen u. v. m.).
Astrologie ist kein Mittel das Schicksal
zu umgehen, sondern kann helfen
das Schicksal zu erfüllen.
Saturn ist der Planet der Begrenzungen Wenn wir unsere Begrenzungen akzeptieren und versuchen, sie zu beseitigen, findet in uns automatisch eine Erweiterung statt. Wenn wir also den saturnischen Aspekt akzeptieren, kommt automatisch auch der Jupiteraspekt zur Wirkung. Erweiterung ist nur möglich, wenn wir uns unserer Begrenzungen bewusst werden. Sobald wir unsere Grenzen erkennen, versuchen wir, mit ihnen zu arbeiten und sie zu überwinden. Dieses Überwinden ist um Aspekt von Jupiter, weil sein Prinzip Expansion und Durchdringung ist.
Zähne – Karies- Saturn
Zähne sind als härteste Substanz des Körpers dem saturnalen Urprinzip, der Grenze zwischen Ego und Transpersonalität, und damit dem „Hüter der Schwelle“, der den Menschen auf „Herz und Nieren“ prüft und nur das „Echte“ gelten lässt, zugeordnet.
Zahnkaries, die Zahn-Fäule, deutet daher vom Wort her schon darauf, daß mit dem „Saturn-Prinzip“ etwas „faul“ ist; wer sein ego nicht missbraucht sondern „gesetzes-konform“ (kosmisch gesehen) als Vehikel benutzt, um zu sich selbst zu finden und damit dem „Himmel“ (4. Quadrant) zu dienen, braucht den „Saturn“ nicht zu fürchten und kekommt keine Karies; sie ist unter diesem Aspekt u. a. als Störung unseres Bewußtseins - Zähne sind ja mit der Bewußtseinsbildung assoziiert - in Form verdrängter Aggression zu sehen, wie es schon im Wort Karies: K-aries = Widder steckt. Die daraus resultierende Kavität, die erweichte Höhle, soll uns wieder in Kontakt bringen mit dem Gegenpol des harten Saturn, dem Mondprinzip, also dem Mütterlich-weiblichen oder Seelischen. Nur sehen wir das nicht , weil wir ja durch die funktionelle Maßnahme der Exkavation – dem Ausbohren der faulen Substanz - beim Zahnarzt wieder die Ursache auf Bakterien, Übersäuerung etc., d.h. auf die Umwelt projizieren können. Da die Exkavation, d.h. die Reinigung der Kavität, die beim Zahnarzt dabei vorgenommen wird, jedoch, wie gerade gesagt, nur funktional geschieht, geschieht in unserem Inneren nichts, das eine Resonanz zum entsprechenden Thema erzeugt bzw. hervorruft. Ja der Zahnarzt bekämpft die Karies dabei wieder einseitig nur durch Härte, nämlich in Form von Füllungen. Dabei wird auch das zwischen beiden vermittelnde Prinzip, das Prinzip des Götterboten Hermes, auf der falschen, nämlich materiellen Ebene, und zwar in Form des Silberamalgams zum Zankapfel, statt es zu transzendieren und zum wirklichen Götterboten zu machen.