Veronika beschliesst zu sterben
Die junge Veronika hat eigentlich alles was ein Mensch zum Leben braucht, hat einen sicheren Job, ist jung und gesund, nicht auf den Kopf gefallen, zu allem "Elend" sieht Sie offenbar auch noch gut aus, hat Chancen beim anderen Geschlecht - es will ihr nur nicht gelingen sich an ihrem Leben zu freuen... - sie fühlt sich leer, ausgebrannt, so als würde sie im Leben nicht einmal mehr die Kraft haben sich vom Leben selbst überraschen zu lassen... - Sie sieht nur noch einen Ausweg und beschließt zu sterben um Friede zu finden.
Ob Sie die Kurve bekommt? Sie den Willen zu leben zurückgewinnt und Ihr dieser Gewinn denn auch noch möglich bleibt? Spannend zu lesen - ein Buch voller Hoffnungen!
Alleine schon der Einstieg in diese Geschichte, das ist pure Spannung! Coelho hat sich nicht die Mühe gemacht eine Geschichte langsam aufzubauen, er lässt dieses Buch mit einem Knall beginnen und einem das Echo dieser Explosion Seite um Seite bestaunen!
Der Alltag in dieser Nervenheilanstalt die genügend Unterschlupf für Menschen bietet die ihre jeweils eigene kleine Welt erleben und es genießen sich von der "Großen (angeblichen) Normalität" vor den Toren der Anstalt zu verstecken - es ist spannend die "Nachbarn" von Veronika zu erleben, zu erfahren und letztlich zu erkennen, dass Nichts den Anspruch erheben darf "NORMAL" zu sein und Niemand einen Menschen in "Normal" oder "Verrückt" einstufen darf, nur weil er nicht der "Norm" der Masse entspricht!
Ein Buch das wirklich anregt sich Gedanken zum eigenen Leben und zum Umgang der Gesellschaft mit der Thematik "Selbstbestimmung" - und sei es über das eigene Leben - zu machen! Großartig!Aus der Amazon.de-Redaktion
Slowenien? Wo das liegt? Verärgert über die Borniertheit eines ausländischen Zeitungsartikels beginnt die junge Slowenin Veronika, einen geharnischten Antwortbrief an den Verfasser zu entwerfen. Fast hat sie über ihrem Zorn vergessen, dass sie gerade eine Überdosis Schlaftabletten eingenommen hat und eigentlich auf den nahen Tod wartete, als ihr neben dem Bett dieser Artikel ins Auge fiel. So viel Zeit muss sein. Die Wirkung hat noch nicht eingesetzt und Veronika begann sich ohnehin fast ein wenig zu langweilen, also schreibt sie. Dann schläft sie ein. Als sie wieder erwacht, befindet sie sich in Villete, dem berüchtigten Irrenhaus von Ljubljana. Nicht ohne Humor, dieser Einstieg, und ein sehr gelungenes Porträt der an Ereignislosigkeit und Lebensüberdruss leidenden jungen Frau -- sofort ist man ihr ganz nahe.
Coelho brannte dieses Thema schon lange unter den Nägeln, wurde er in den 60er Jahren von seinen Eltern doch selbst dreimal in die Psychiatrie eingewiesen, die Gründe hierfür sind ihm bis heute unklar. Was ihm hingegen klar wurde war, wie dort Begriffe wie Normalität und Verrücktheit auf den Kopf gestellt wurden. Sehr bald merkt Veronika, dass in diesem Kuckucksnest voll überschäumender, fantasievoller Figuren die verschlossen-mürrischen Wärterinnen die eigentlichen Verrückten sind, stumpf und ohne jeglichen Lebensfunken ihre Arbeit verrichtend. Dr. Igor, der Anstaltsleiter, ständig am Erproben fragwürdiger Therapiemethoden und für den Anstaltsalltag kaum zu erwärmen, steigert das Ganze endgültig ins Absurde. Eine Figur, die für einen skurrilen Stimmungsmix aus Zauberberg und Kottan ermittelt sorgt.
Als man Veronika schließlich mitteilt, dass sie eines schweren Herzfehlers wegen nur noch wenige Tage zu leben hat, gewinnt sie wider Erwarten ihren Lebenswillen zurück, überwindet in kurzer Zeit ihr unausgelebtes Dasein und erlebt zudem eine unerwartete Liebe. In diesen Passagen schlägt Coelho Funken, sie machen dieses zarte Buch zu einem absoluten Hochgenuss. --Ravi UngerGroßartig, einfach wunderbar,
| Von | Maria König "Maria" (Sachen-Anhalt) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) |
Ich las als erstes "Elf Minuten", ein wunderbares Buch über das Leben, die Liebe und die menschlichen Triebe und Beweggründe.
Danach las ich "Veronika beschließt zu sterben", zu einer Zeit, in der ich in einem tiefen Loch aus Sinnlosigkeit steckte, alles um mich herum war auf einmal wertlos, völlig ohne Liebe, oder Verstand.
Mein Vater ist ein paar Tage zuvor gestorben, und ich fühlte mich so unvollständig, auf einmal war alles zu spät, was man hätte ändern können.
Ich las dieses Buch und ich habe wieder erkannt was das Leben so wunderbar und wertvoll macht.
Es ist nicht Geld, oder sonstige materialistischen Dinge,
nein, ich saß auf meinem Balkon und lauschte den Bäumen, die im Wind raschelten. Ich empfand eine innere Ruhe und Zufriedenheit, die mit keinem Wort zu beschreiben ist.
Paolo möchte uns Lesern mitteilen, dass genau das etwas so wunderbares ist, und das wir hin und wieder hinhören sollten, um wieder Kraft zu schöpfen. Er ist ein großartiger Autor, der sich auf seiner Homepage zu jeder Kritik, ob positiv, oder negativ privat äußert. Und wenn es doch nur einer seiner Angestellten ist, egal, er kümmert sich und interessiert sich für seine Mitmenschen. Wie sonst könnte er schreiben, wie eine Frau fühlt in manchen Momenten, wie dunkel es manchmal in der Seele eines Menschen ist. Ich kannte das Gefühl von Veronika nur zu gut, und es besucht mich noch immer sehr oft, aber es geht auch wieder und macht Platz für alles Lebenswerte, ich denke das ist es, was er uns sagen wollte.