eine Woche in Münster

Veröffentlicht auf von Raphaela


Also die Hinfahrt war der reinste Horror .Der Idiot hatte nicht nur die ganze Zeit das Fenster auf , er war sowas von sich eingenommen das man dachte hey was ist denn DAS ? Dann  hielt er einfach in Doirtmund und meinte der Kofferraum ist hofen kannst deinen Koffer rausholen- er stieg noch nicht mal mit aus !
Glücklich am Bahnhof Dortmund - wartend auf Wurzel der von Münster kam um mich zu holen ....
Da sprachen mich innerhalb von 5 Minuten drei Kerle an ! Den letzten derer hab ich dann sowas von angeplafft das er gleich meinte : " Da muss man aber nicht so unfreundlich werden ! " und ich : " ICH BIN FRANKE ich bin so ! "
 
Dann dauerte es erstmal noch an die 30 Minuten bis Wurzel kam bis dahin war ich schon so ausgefroren das ich meinte ich geb gleich mal den Löffel ab.Brauchte dann echt nen Kaffee vom MCdoof.Dann suchten wir erstmal ein Klo denn die ganze Fahrt über war ich ja nicht, und der Typ kam ja auch zu spät hier in Nbg an .Also Klo suchen und dann heim zu Wurzel.Also alles in allem Horror pur !
 
 
Münster selbst war ja total schön.Ich sass in der Firma im Büro am Pc und das war ja sowas von locker.Ch meinte noch ich arbeite zu schnell *g* ...Nette Leute - echt alles total super.
Münster selbst - ich hab ja Fotos gemacht .Schööööön .

 Dann die Heimfahrt gestern Abend.Ich hatte ja geträumt das ich mit 4 Typen im Auto sitze und in den Karten sah ich das auch so .Also wunderte es mich kein bischen als ich sah wir sind zu 5. .....4 Typen und ich ....Hab ichs wieder mal gewusst ...Nix neues ....
Die Typen waren ganz ok zwei fuhren nach Erlangen und einer wohnt bei mir um die Ecke .
Der Inder war kein Dummer. Er spricht 6 Sprachen was er auch bewies ( wir waren multikulti )
EIn Griechischer Türke- ein Brasilianer und naja kennst das ja **g* Also der Inder war ein echt schlaues Köpfchen und ist Projektleider bei Siemens .IT Bereich der hat schon echt was drauf.Sehr gebildet und auch sehr sozial eingestellt- der hat echt jeden direkt vor die Haustüre gebracht .
Trotz Staus waren wir relativ bald zu Hause.Er hatte echt nen Fahrstil bei dem ich sage : " ja fühle ich mich sicher ".
 
Daheim traf mich dann erst mal der Schlag denn die Stromnachzahlung war im briefkasten 600 EUEO - Abschlag jetzt statt 66.- 106 euro monatlich alles wegen dem scheis Nachtspeicherofen :(
WIE ich das machen soll ? keine Ahnung mir bleiben eh nur 150.- zum leben .....Man könnte sich da eigentlich nur aufhängen ....
Ich werde am Montag mal  mit der Ewag telefonieren damit ich das in Raten bezahle- trotzallem bleibt der Abschlag monatlich von 106 Euro - ich krieg die KRISE !
 
So nun zu Münster :)
ich  fand diese Stadt echt nur geil mit ihren ganzen alten Häusern und den Backsteinhäusern- sieht man ja hier echt nicht - bei uns ist ja alles verputzt.

hier gibts mal Bilder :)


Den Prinzipalmarkt nennen die Münsteraner ihre „Gute Stube“. Mit Recht, denn das historische Ensemble der Fassaden früherer Kaufmanns- und Bürgerhäuser ist beeindruckend und einzigartig. Die heutige Grundrissstruktur entstand um 1200. Wahrscheinlich an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert entstand der den Prinzipalmarkt prägende Bogengang. Die Parzellenstruktur und die Gebäudeanzahl blieben, bis auf wenige Ausnahmen, seit etwa 1500 bis heute im Wesentlichen erhalten.

Das bekannteste Gebäude auf dem Prinzipalmarkt ist sicherlich das Rathaus der Stadt Münster. Hier lohnt sich ein Besuch des Friedenssaals, in dem 1648 der Westfälische Frieden besiegelt wurde, der den Dreißigjährigen Krieg beendete.







Markantestes Merkmal der Münsteraner Altstadt ist der wuchtige Paulus-Dom. Er entstand in der Zeit von 1225 bis 1264 und ist bereits der dritte Kathedralbau, der seit der Gründung des Bistums Münster durch Liudger 805 an dieser Stelle errichtet wurde.

Bei einer Dombesichtigung ist ein Besuch der Astronomischen Uhr aus dem Jahr 1542 Pflicht, deren ewiger Kalender bis ins Jahr 2071 reicht.



















Was mich so geschockt hat waren die Käfige an der Kirche und Wurzel erklärte mir dann was es damit auf sich hat ! Käfige für die Wiedertäufer

Als "Wiedertäufer-Käfige" bezeichnet der Volksmund drei eiserne Körbe an der Südseite des Turms der Lambertikirche, die zu einer touristischen Attraktion und zu einem Wahrzeichen der Stadt Münster geworden sind.

Eiserne (oder auch hölzerne) Körbe dienten in der mittelalterlichen Strafjustiz vielerorten dazu, lebende Delinquenten oder ihre Leichname nach der Hinrichtung zur Schau zu stellen. Diese öffentliche Präsentation hatte neben dem Abschreckungseffekt den Zweck einer Strafverschärfung, denn der Körper des Hingerichteten wurde so wenigstens zeitweise der Bestattung entzogen. Eisenkörbe, in denen Delinquenten zur Strafe ausgestellt wurden, gab es in Münster am Pranger als sogenanntes "Rollhäuschen" und an der Wasser-Wippe vor dem Mauritztor.


Am 6. Januar 1536 verurteilte ein Inquisitionsgericht in Wolbeck die drei Gefangenen zum Tode. Ihnen sollte "alles Fleisch mit glühenden Zangen von den Knochen abgerissen und dann Gurgel und Herz mit glühenden Eisen durchstoßen werden". Die öffentliche Vollstreckung des Urteils erfolgte am 22. Januar 1536 auf einem Schaugerüst auf dem Prinzipalmarkt. Die Exekutionen dauerten mehrere Stunden.

Die toten Körper der Exekutierten wurden in die bereitgestellten Körbe gesteckte und anschließend an der Südseite des Turms von St. Lamberti hochgezogen und an Haken gehängt. Da der Umgang mit den Gerätschaften eines Scharfrichters - und dazu gehörten die Körbe - für einen Stadtbürger als entehrend galt, war für diese Arbeit eine Gruppe Bauern aus der Umgebung zwangsverpflichtet worden. In der Mitte hing etwas erhöht der Korb des "Täuferkönigs". Die bei der Folterung und Hinrichtung verwendeten vier Eisenzangen und das Halsband wurden an den Säulen des Rathauses angebracht. Die Leichen wurden nie wieder aus den Körben herausgeholt. Sie blieben der Witterung ausgesetzt. Noch 1585 sollen letzte Knochenreste zu sehen gewesen sein.

Die prominente Stelle, an der die Körbe zur Schau gestellt wurden, nämlich an der zum Hauptmarkt der Stadt, dem Prinzipalmarkt, zugewandten Turmseite, unterstreicht den Zweck, den der Augenzeuge Antonius Corvinus nennt, nicht nur ein dauerndes Angedenken zu gewähren, sondern auch zur Warnung und Abschreckung für alle unruhigen und aufrührerischen Geister der Gegenwart und der Zukunft zu dienen.

In den Jahrzehnten und Jahrhunderten nach der Befestigung der Körbe am Turm wurden sie zu einem Wahrzeichen der Stadt: kaum ein Durchreisender oder Besucher, der sie sich nicht zeigen ließ und angelegentlich davon berichtete. In dieser Zeit wandelte sich auch die Bezeichnung in den Berichten der Besucher. Aus den ursprünglichen "Eisenkörben", also Behältnissen für tote Gegenstände, wurden "Wiedertäufer-Käfige", so als seien van Leiden, Knipperdolling und Bernhard Krechting gleichsam als lebendige, wilde Tiere dort eingesperrt worden. Zu den prominentesten Besuchern, die die "Wiedertäufer-Käfige" in ihren Werken nennen, gehören Fabio Chigi, der päpstliche Gesandte zum westfälischen Friedenskongress 1643 - 1648 und spätere Papst Alexander VII., und der Dichter Heinrich Heine, der in seinem "Wintermärchen" vorschlug, was mit den Gebeinen der "heiligen drei Könige" geschehen solle, wenn der Bau des Kölner Doms, ganz nach Heines Wünschen, niemals vollendet werde:

"Folgt meinem Rat und steckt sie hinein

in jene drei Körbe von Eisen,

die hoch zu Münster hängen am Turm

der Sankt Lamberti geheißen."

(Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput IV)


Die "Wiedertäufer-Käfige" heute: Abnehmen oder hängen lassen?

Es gibt die touristische Wahrnehmung der "Wiedertäufer-Käfige". Sie sind aus dem Stadtbild und seiner Vermarktung kaum wegzudenken. Daneben stellen sich Münsteraner Bürger aber auch die Frage, ob das demonstrative Zur-Schau-Stellen von Instrumenten der Strafjustiz aus einer Zeit konfessionell motivierter Grausamkeiten noch zeitgemäß sei. Für die "Traditionalisten" sind die Körbe immer noch eine Warnung vor den Folgen von Aufruhr. Alljährlich wird im Dom am 25. Juni eine Dankmesse für die "Befreiung von der Schreckensherrschaft der Wiedertäufer" gelesen (seit 1948 verbunden mit dem Dank für den "mit Gottes Hilfe erfolgten" Wiederaufbau Münsters). Andere Befürworter des Verbleibs der drei Körbe am Turm argumentieren, sie seien als sichtbare Dokumente der Grausamkeit der im Mittelalter Herrschenden zu erhalten, es fehle aber eine historische Erläuterung etwa in Form einer Hinweistafel.

Teil dieser Rezeption der "Wiedertäufer-Käfige" als historischer Denkmäler wurde die 1987 im Rahmen der Ausstellung "Skulptur im öffentlichen Raum" in ihnen angebrachte Installation "Irrlichter" von Lothar Baumgarten. Er hängte in die Körbe je eine elektrische Glühbirne, die nun - so ein Katalog - an die "Seelen der drei Wiedertäufer" erinnern sollen.





alle Fotos       Münster Okt.09
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Veröffentlicht in der ganz normale Wahnsinn

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R
<br /> <br /> Also  diese Käfige anzusehn war nicht so mein Ding.Selbst von unten sahs noch reichlich bedrohlich aus  ...argl .Wegen mir dürften sie die Dinger gerne abhängen ;)<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
M
<br /> <br /> Jaja, die Wiedertäufer. Vielleicht sollte man die Tradition mit den Leuten in Käfigen wieder einführen, mir würden da spontan ein paar Kandidaten einfallen...<br /> <br /> <br /> Aber ein sehr schöner Bericht von Dir, nett zu lesen!<br /> <br /> <br /> <br />
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