Panikattacken überwinden?

Veröffentlicht auf von Raphaela

Wie können Sie Panikattacken überwinden?
1. Machen Sie sich bewusst: "Ich erzeuge meine Angst selbst durch meine Gedanken und Phantasien und nur ich selbst kann sie auch wieder abbauen". Beobachten Sie, welche Gedanken Ihren körperlichen Reaktionen und Ihrem Angstgefühl vorausgehen. Gewöhnlich machen wir uns Phantasien, dass wir eine Situation nicht überleben können oder zusammenbrechen werden. Wir haben keine Geisteskrankheit, keinen Hirntumor, keinen Herzfehler und werden auch nicht verrückt. Ihr Körper muss mit Schwindel, Herzstechen oder Übelkeit reagieren, wenn Sie sich ausmalen, dass eine Situation gefährlich ist.

2. Unterlassen Sie es, die Situationen, vor denen Sie Angst haben, zu vermeiden. Durch die Meidung bestätigen Sie sich Ihre falsche Annahme, dass Sie die Situation nicht ertragen können und dass Ihr Panikanfall lebensgefährlich ist.

3. Erwarten Sie, dass Ihre Panikgefühle auftauchen, wenn Sie sich in die bisher gemiedenen Situationen begeben. Sagen Sie sich: "Ich weiß, dass jetzt meine Angst und all meine körperlichen Symptome auftauchen werden. Sie müssen auftauchen, weil ich mir bisher immer erzählt habe, wie gefährlich die Situation ist. Sie sind das Ergebnis meiner Gedanken. Sie werden vorübergehen. Ich kann es ertragen, sie sind nur unangenehm. Ich werde jetzt in der Situation bleiben, bis ich ruhiger werde. Ich kann die Bauchatmung machen, um mich zu beruhigen". Wichtig: Sie müssen in der Situation bleiben, bis die Angst nachlässt.

4. Erlernen Sie die Bauchatmung: "Legen Sie Ihre Hand flach 2 cm unterhalb des Nabels auf die Bauchdecke. Dann atmen Sie tief ein und stellen sich vor, wie der Atem langsam bis hinunter zu Ihrer Hand fließt und schließlich Ihre Hand hochatmet. Dann stellen Sie sich vor, wie der Atem langsam wieder über den Brustraum zurück über die Nase nach außen entweicht, und konzentrieren sich darauf, wie die Hand wieder nach unten sinkt". Wiederholen Sie die Technik mehrere Minuten. Wenn Sie die Atemübung machen, wird die Angst abnehmen.

5. Erinnern Sie sich daran: Angst kann man nur verlernen, indem man mit Angst in die Situation geht, vor der man Angst hat. Nur so spürt und erlebt man, dass die Angst nicht lebensgefährlich ist und wieder verschwindet. Dies ist Sinn und Zweck des Konfrontationstrainings.

6. Holen Sie sich psychotherapeutische Unterstützung für die Bewältigung Ihrer Panikattacken und/oder nehmen Sie Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe auf.

7. Im Angst und Panikattacken Forum können Sie sich mit anderen austauschen und Rat einholen.Dort finden Sie auch sehr ausführliche Informationen zu weiteren Angststörungen. U.a. finden Sie dort eine Stunde Videoinformationen zur Agoraphobie - auch für Angehörige
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Veröffentlicht in die Angst vor der Angst

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